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La Palma Reiseführer: Sehenswürdigkeiten, Strände, Anreise und Tipps | Canarias.app
La Palma trägt den Beinamen Isla Bonita und ist in voller Fläche Biosphärenreservat sowie Starlight-Reservat mit dem klarsten Sternenhimmel Europas. Auf gerade einmal 708 km² reihen sich der gewaltige Talkessel der Caldera de Taburiente, der Vulkan Tajogaite (Ausbruch 2021, nur mit Führung zugänglich), Lorbeerwälder, Salinen und schwarze Sandstrände aneinander. Die Insel ist das kanarische Paradies für Wanderer und Sternegucker: grün, schroff und ohne Massentourismus.
Was man sehen sollte
Der Vulkan Tajogaite, entstanden im 85 Tage langen Ausbruch von 2021, lässt sich ausschließlich mit autorisierter Führung erkunden, über einen rund 6 km langen Pfad bis nahe an den Kegel. Die Caldera de Taburiente (seit 1954 Nationalpark) ist ein Erosionskessel mit bis zu 2.000 m hohen Wänden, dem einzigen ganzjährig wasserführenden Lauf der Kanaren und dem Wasserfall Cascada de Colores. Hoch oben krönt der Roque de los Muchachos (2.426 m) das Observatorium mit dem Gran Telescopio Canarias. Dazu kommen der Lorbeerwald von Los Tilos mit der Tunnelroute Marcos y Cordero, die Salinen und der Leuchtturm von Fuencaliente sowie die Renaissance-Altstadt von Santa Cruz de La Palma.
Strände und Naturpools
La Palma ist eine Insel aus schwarzem Vulkansand. Los Cancajos (Breña Baja, beim Flughafen) ist der bequemste Badeort mit Buchten und familienfreundlichem Service. Puerto Naos im Aridane-Tal öffnet nach der CO2-Überwachung schrittweise wieder; vor dem Besuch sollte man die freigegebenen Bereiche prüfen. Wer wild und landschaftlich baden will, fährt zur Playa de Nogales in Puntallana; im Süden entstand Echentive 1971 aus der Lava des Teneguía. Bei Seegang ist man in den Naturschwimmbecken von La Fajana (Barlovento) und Charco Azul (San Andrés y Sauces) sicher, ausgebaute Felsbecken; Charco Verde bietet eine Sandbucht direkt neben Puerto Naos.
So kommt man herum
Üblich ist der Flug zum Flughafen La Palma (SPC), rund 8 km von der Hauptstadt entfernt: Inselverbindungen mit Binter und CanaryFly (30–45 Min.) sowie ganzjährige Direktflüge nach Madrid und Barcelona. Per Fähre verbindet Fred Olsen Los Cristianos (Teneriffa) in etwa 2 Std. 30 Min. mit Santa Cruz de La Palma, ideal mit eigenem Auto. Ein Mietwagen ist sehr zu empfehlen: Die Insel ist gebirgig, die Sehenswürdigkeiten liegen weit verstreut und die Straßen sind kurvenreich. Die TILP-Busse bedienen die Hauptachsen (Hauptstadt, Los Llanos, Flughafen), fahren zu Wanderwegen und Aussichtspunkten aber nur selten. Zum Einstieg Los Brecitos in der Caldera nimmt man üblicherweise das Allrad-Taxi.
Beste Reisezeit und Klima
Das Klima ist subtropisch und ganzjährig mild, im Schnitt um 22 Grad, mit warmem, trockenem Sommer und etwas kühlerem, feuchterem Winter. La Palma hat ausgeprägte Mikroklimata: Norden und Osten (Los Tilos, San Andrés y Sauces) sind durch den Passat grün und feucht, während Westen und Süden (Aridane, Tazacorte, Fuencaliente) trockener und sonniger sind. Das Wolkenmeer bleibt meist unterhalb der Gipfel, sodass der Himmel oben klar bleibt, perfekt zum Sternebeobachten. Frühling und Herbst eignen sich ideal zum Wandern, der Sommer für den Strand. Am Roque und in der Caldera ist es zu jeder Jahreszeit kalt und windig.
Wo übernachten
Santa Cruz de La Palma ist die beste kulturelle Basis: historische Altstadt mit Holzbalkonen, Hafen und guter Anbindung nach Norden und Osten. Los Cancajos (Breña Baja) bündelt das resortartige Strandangebot ganz nah am Flughafen. Das Aridane-Tal und Puerto Naos bieten das beste Klima und den schönsten Strand des Westens, doch die Wiederöffnung ist nur teilweise erfolgt: vor der Buchung prüfen. El Paso im Zentrum ist ideal für die Caldera de Taburiente und den Vulkan Tajogaite. Der Norden (Barlovento, Garafía, San Andrés y Sauces) ist das Reich der Landhäuser, des Lorbeerwalds und des Astrotourismus, sehr ruhig und mit ländlichem Tourismus, der zum Profil als Biosphärenreservat passt.
Küche und praktische Tipps
Die palmerische Küche glänzt mit Papas arrugadas mit Mojo, dem Queso Palmero mit geschützter Herkunftsbezeichnung, oft geräuchert, dem Almogrote und den Weinen der DO La Palma mit ihrer historischen Malvasía. Dazu kommen Bananen, fangfrischer Fisch aus Tazacorte und Süßspeisen wie der Príncipe Alberto. Zentrale Tipps: den Tajogaite niemals auf eigene Faust, nur mit Führung und Voranmeldung; das Zelten in der Caldera ist gratis, erfordert aber eine vorherige Genehmigung; für Marcos y Cordero gehören Taschenlampe und Regenjacke wegen der tropfenden Tunnel ins Gepäck; und am Roque warm anziehen. La Palma ist das Wanderziel Nummer eins der Kanaren: festes Schuhwerk und Wasser sind immer Pflicht.
Häufige Fragen
Fragen zu La Palma Reiseführer
Kann man den Vulkan auf La Palma vom Ausbruch 2021 besichtigen?
Ja. Der Vulkan Tajogaite, entstanden beim Ausbruch 2021, lässt sich nur mit einem Anbieter für Aktivtourismus oder einer autorisierten Führung und vorheriger Reservierung besuchen. Es gibt einen einzigen freigegebenen Pfad von rund 6 km und etwa 2 Stunden, mit leichter bis mittlerer Schwierigkeit, der nahe am Kegel auf 1.131 m endet. Auf eigene Faust ist es nicht erlaubt. Als Alternative kann man die Lava-Fajanas vom Boot aus sehen, das vom Hafen Tazacorte ablegt, und die Aussichtspunkte Tajuya und del Tiempo bieten gute Blicke per Auto und kostenlos.
Wie kommt man nach La Palma?
Mit dem Flugzeug zum Flughafen La Palma (SPC), rund 8 km von der Hauptstadt entfernt. Es gibt Inselflüge mit Binter und CanaryFly (30–45 Min.) und ganzjährige Direktverbindungen nach Madrid und Barcelona, dazu internationale Strecken vor allem aus Deutschland, Großbritannien und Nordeuropa. Die andere Möglichkeit ist die Fähre von Fred Olsen aus Los Cristianos (Teneriffa) nach Santa Cruz de La Palma in rund zweieinhalb Stunden, sehr praktisch, wenn man das eigene Auto mitnehmen möchte.
Warum ist La Palma für seine Sterne berühmt?
Weil sie einen der klarsten und dunkelsten Himmel der Nordhalbkugel hat. Das Observatorium am Roque de los Muchachos auf rund 2.400 m beherbergt das Gran Telescopio Canarias mit 10,4 m Durchmesser und gilt als zweitbester Standort für Astronomie nach dem Mauna Kea. Das Himmelsschutzgesetz von 1988 schützt die Insel vor Lichtverschmutzung, und das Wolkenmeer bleibt meist unterhalb der Gipfel. La Palma ist Starlight-Reservat und verfügt über astronomische Aussichtspunkte und zertifizierte Guides, um die Milchstraße zu beobachten.
Wie ist der Zustand der Strände von Puerto Naos?
Puerto Naos, der große schwarze Sandstrand im Aridane-Tal, wurde nach dem Ausbruch 2021 wegen CO2-Emissionen evakuiert und öffnet schrittweise wieder. Die südliche Strandhälfte ist bereits zugänglich, und es wurden über 1.200 Wiederöffnungen von Wohnungen und Lokalen genehmigt, gestützt auf eines der dichtesten CO2-Sensornetze der Welt. Da sich die Lage weiterentwickelt, sollte man vor der Planung in offiziellen Quellen des Cabildo prüfen, welche Bereiche und Angebote geöffnet sind.
Wie viele Tage braucht man für La Palma?
Um die Insel ohne Eile zu genießen, sind vier bis sieben Tage ideal. In dieser Zeit kann man einen Tag der Caldera de Taburiente widmen, einen weiteren dem Vulkan Tajogaite mit Führung, eine Nacht der Astronomie am Roque de los Muchachos, einen Tag dem Lorbeerwald von Los Tilos und Marcos y Cordero im Norden und einen weiteren dem Süden um Fuencaliente mit Salinen, Vulkanen und Weingütern. Wer nur wandern will, findet noch viel mehr, mit großen Routen wie der Vulkanroute, dem GR-130 und dem GR-131.
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