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Teguise, die ehemalige Hauptstadt von Lanzarote: Reiseführer für die Villa

Teguise, die ehemalige Hauptstadt von Lanzarote: Reiseführer für die Villa

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Teguise, die ehemalige Hauptstadt von Lanzarote: Reiseführer für die Villa

Auf einen Blick

Die Villa de Teguise war vom 15. Jahrhundert bis 1852 Hauptstadt von Lanzarote und bewahrt einen historischen Kern mit weißen Herrenhäusern, Klöstern und repräsentativen Plätzen. Am Sonntagvormittag findet hier der besucherstärkste Markt der Kanaren statt, daher lohnt sich frühes Ankommen.

Teguise, die ehemalige Hauptstadt von Lanzarote: Reiseführer für die Villa (Lanzarote)
Foto: Jorge Franganillo · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Vier Jahrhunderte Hauptstadt

Teguise war vom 15. Jahrhundert bis 1852 Hauptstadt von Lanzarote, bis die Hauptstadtfunktion nach Arrecife überging. Diese Tatsache erklärt das historische Gewicht der Villa und ihren herrschaftlichen Grundriss. Es handelt sich nicht nur um ein hübsches Dorf im Inselinneren, sondern um eine der ältesten Siedlungen der Kanaren, mit Ursprüngen um 1418 und Verbindungen zu Maciot de Béthencourt. Der Besuch gewinnt an Tiefe, wenn man ihn aus dieser Rolle als ehemalige Hauptstadt liest: Hauptplatz, Kirche, Herrenhäuser, Klöster und Verteidigungsanlagen gehörten zu einem Ort, der über Jahrhunderte politische und gesellschaftliche Bedeutung hatte. Der historische Kern zeigt weiße Häuser und Straßen in der Maßstäblichkeit einer Villa, deutlich anders als die touristische Küste der Gemeinde. Zur Gemeinde Teguise gehören auch Costa Teguise und Caleta de Famara, doch die historische Villa bewahrt eine eigene, stärker binnenländische und patrimoniale Identität.

Was man im historischen Zentrum sieht

Das historische Zentrum von Teguise ordnet sich um mehrere klare Bezugspunkte. Die Plaza de la Constitución und die Kirche Nuestra Señora de Guadalupe bilden das symbolische Zentrum der Villa. In der Nähe liegen der Palacio Spínola aus dem 18. Jahrhundert, heute Casa-Museo del Timple, das Kloster Santo Domingo, das als Ausstellungsraum genutzt wird, und das Kloster San Francisco mit dem Museo de Arte Sacro. Der Callejón de la Sangre erinnert an Piratenangriffe auf die Villa und verbindet den Spaziergang durch den Ort mit der Verteidigungsgeschichte Lanzarotes. Die weißen Herrenhäuser geben der Route optische Kontinuität und erklären das vornehme Bild von Teguise. Der Ortskern lässt sich in einem Vormittag erkunden, sollte aber nicht auf den Markt reduziert werden. Zwischen Platz, Kirche, Palästen, Klöstern und Piratenerinnerung gibt es genug, um die ehemalige Hauptstadt in Ruhe wahrzunehmen.

Castillo de Santa Bárbara und Museo de la Piratería

Am Rand der Villa, auf der Montaña de Guanapay, ergänzt das Castillo de Santa Bárbara die historische Lesart von Teguise. Das Gebäude beherbergt das Museo de la Piratería und bietet weite Ausblicke, eine Kombination, die sehr gut zu den früheren Angriffen passt, an die auch der Callejón de la Sangre im Ortskern erinnert. Seine erhöhte Lage hilft, die Verteidigungsfunktion und die Beziehung zwischen der Binnenvilla und dem umliegenden Gebiet zu verstehen. Man sollte es nicht nur als Aussichtspunkt betrachten, auch wenn die Aussicht ein wichtiger Teil des Besuchs ist. Die Burg liefert Kontext zu einer Siedlung, die jahrhundertelang Hauptstadt war und sich auf einer für Überfälle exponierten Insel schützen musste. Für einen Vormittag in Teguise ist sie eine natürliche Ergänzung nach Plaza de la Constitución, Kirche Guadalupe, Klöstern und Palacio Spínola. Vor dem Besuch sollte man offizielle Informationen prüfen.

Der Sonntagsmarkt

Der Markt von Teguise findet am Sonntagvormittag statt und ist der besucherstärkste der Kanaren. Daraus folgt ganz praktisch: früh ankommen, denn die Parkplätze füllen sich. Ein Sonntag in Teguise ist eine andere Erfahrung als ein ruhiger Besuch unter der Woche. Die Villa bekommt Bewegung, Stände und Publikum, verliert aber einen Teil ihrer gewohnten Stille. Deshalb lohnt es sich, vorher zu entscheiden, was man sucht. Wer den Markt erleben möchte, kommt am Sonntagvormittag. Wer den historischen Ortskern in Ruhe lesen will, trennt den Kulturbesuch besser vom stärksten Besuchertag. Es kann sich dennoch lohnen, Markt und Altstadt am selben Sonntagvormittag zu verbinden. Der Markt ersetzt Teguise jedoch nicht: Er ergänzt eine Villa mit Platz, Kirche, Klöstern, Museen und Erinnerung an die Zeit als Hauptstadt. Die Planung hängt von diesem Kontrast ab.

Teguise praktisch: Parken und beste Zeit

Die wichtigste praktische Entscheidung in Teguise ist der Zeitpunkt des Besuchs. Am Sonntagvormittag zieht der Markt viele Menschen an und die Parkplätze füllen sich, daher ist frühes Ankommen kein beiläufiger Tipp, sondern vermeidet Probleme. Wenn der historische Kern im Vordergrund steht, kann ein anderer Zeitpunkt sinnvoller sein, um ruhiger über die Plaza de la Constitución, zur Kirche Nuestra Señora de Guadalupe, zum Palacio Spínola, zu den Klöstern und zum Callejón de la Sangre zu gehen. Wer den Markt besuchen möchte, sollte die stärkere Belebung einplanen und beim Parken Zeitpuffer lassen. Das Castillo de Santa Bárbara auf der Montaña de Guanapay liegt außerhalb der Villa und kann den Vormittag mit dem Museo de la Piratería und weiten Ausblicken abrunden. Teguise eignet sich sehr gut als Besuch im Inselinneren, anders als Costa Teguise und Caleta de Famara, obwohl sie zur selben Gemeinde gehören.

Häufige Fragen

Fragen zu Teguise, die ehemalige Hauptstadt von Lanzarote

An welchem Tag ist der Markt in Teguise?

Der Markt von Teguise findet am Sonntagvormittag statt. Er ist der besucherstärkste Markt der Kanaren, daher sollte man früh ankommen, weil die Parkplätze voll werden und der historische Ortskern an diesem Tag deutlich seinen Rhythmus verändert.

Warum ist Teguise nicht mehr Hauptstadt von Lanzarote?

Teguise war vom 15. Jahrhundert bis 1852 Hauptstadt von Lanzarote. In diesem Jahr ging die Hauptstadtfunktion an Arrecife über, die heutige Hauptstadt der Insel. Für die konkreten Gründe dieses Wechsels sollte man offizielle historische Dokumentation zur Villa heranziehen.

Was kann man in Teguise an einem Vormittag sehen?

An einem Vormittag kann man die Plaza de la Constitución, die Kirche Nuestra Señora de Guadalupe, den Palacio Spínola, die Klöster Santo Domingo und San Francisco sowie den Callejón de la Sangre besuchen. Wenn Zeit bleibt, lohnt der Aufstieg zum Castillo de Santa Bárbara.

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